VRSG | Verwaltungsrechenzentrum AG St.Gallen

Mitarbeiter PORTRÄT

SCHNITTSTELLEN ERKENNEN UND NUTZEN

Das «Mitenand» wird bei der VRSG grossgeschrieben – ob im Team, mit Partnern oder mit Kunden. Eine reibungslose Kommunikation – unabhängig von der Anzahl involvierter Personen – ist dabei entscheidend. Intern erlebten dies die Mitarbeitenden der Gruppe «Objekte», als ihr Team in den letzten zwei Jahren vergrössert wurde. Das VRSG | Magazin hat bei vier Personen nachgefragt, wie sie die Zusammenarbeit im grösseren Team erleben.

Die VRSG ist in den letzten zwei Jahren beträchtlich gewachsen. Das galt namentlich auch im Geschäftsfeld «Objekte»: Hier standen drei Grossprojekte an. Es galt, das Luzerner Projekt «eGB20» innert knapper Zeit umzusetzen, die mit der N+W Informatik GmbH übernommene Weiterentwicklung und Betreuung der Grundbuchlösung TERRIS ins Unternehmen zu integrieren sowie TERRIS für die Thurgauer Grundbuchämter anzupassen. Das benötigte Zeit, Ressourcen und eine gute Kommunikation. Heute umfasst das interdisziplinäre Team 14 Personen, aufgeteilt auf die zwei Gruppen «Objekte » und «Entwicklung» – und auch künftig soll das Geschäftsfeld «Objekte» weiter ausgebaut werden.

Scharnierfunktion
Giuseppe Brandalise ist Projektleiter für GRAVIS im Kanton Luzern und für TERRIS im Kanton Neuenburg und arbeitet eng mit allen Stellen des «Objekte »-Teams zusammen. Bis Anfang 2014, als die interne Organisation der VRSG neu auf zwei durchgängige Produktbereiche ausgerichtet wurde, war das Team auf zwei Geschäftsbereiche und Stockwerke aufgeteilt, heute gehört das «Objekte»-Team enger zusammen. Dennoch ist Giuseppe Brandalise oft am «Herumspringen»: «Ich habe eine Scharnierfunktion, die über drei Stockwerke, zwei Gebäude und von Neuenburg bis Luzern reicht. Mir gefällt der Kontakt zu den vielen Personen.» Und das nicht nur in der eigenen Abteilung: «Es ist wichtig, dass wir auch Verbindungen zu anderen Mitarbeitenden der VRSG haben und unsere Lösung nicht isoliert betrachten», erklärt Giuseppe Brandalise und ergänzt mit Blick auf das breite und tiefe Wissen im Team: «Wir sind stark auf einander angewiesen und helfen einander gegenseitig, wenn Fragen auftauchen. Viele Fragestellungen sind einerseits fachlich, anderseits an der Schnittstelle zur Technik zu lösen.»

Der 37-Jährige arbeitet seit zweieinhalb Jahren bei der VRSG im Bereich Finanzen & Objekte. Nach der KV-Lehre bei einem Werbeunternehmen erwarb er berufsbegleitend den Bachelor in Wirtschaftsinformatik und den Master in Informationswissenschaften. Zuerst wirkte er als Entwickler und stellvertretender Bereichsleiter, anschliessend in der Produkteentwicklung bei verschiedenen Unternehmen. «Bei der VRSG hatte ich dann die Möglichkeit, den Schritt zum Projektleiter zu machen.» Austausch und Kontakt mit Mitmenschen sind Giuseppe Brandalise auch privat wichtig: «Meine Verwandtschaft ist in der ganzen Schweiz verteilt, diese pflegen wir. So sind wir immer unterwegs.»

Expertenwissen
Der 52-jährige Markus Krucker arbeitet seit über zwölf Jahren bei der VRSG und ist Grundbuchspezialist: «Das Grundbuchwesen ist sehr spezifisch und braucht viel Erfahrung. Deshalb umfasst mein Aufgabenbereich auch ein buntes Gemisch zwischen Support und Betrieb.» Sein Wissen hat er von der Pike auf gelernt. Die Lehre absolvierte er auf dem Grundbuchamt einer Gemeinde, anschliessend machte er das Grundbuchverwalterpatent. Sein Wissen ist für das «Objekte »-Team höchst wertvoll. «Das Grundbuch und die Arbeiten darin sind für Aussenstehende oft schwer nachzuvollziehen. Es ist ein ganz eigenes Denken und Vorgehen, und da ist es natürlich ein Vorteil, wenn ich es von Grund auf kenne», erzählt er. Aber nicht nur das: «Nach zwölf Jahren bei der VRSG kenne ich in jedem Bereich die richtigen Personen, so kommen wir extrem schnell vorwärts, wenn wir etwas brauchen.»

Bedeutet ein grösseres Team nicht auch eine grössere Aufsicht? Das verneint Markus Krucker klar: «Wir sind alt genug, um zu wissen, was unsere Kunden und internen Auftraggeber von uns erwarten. Der Chef muss definitiv nicht mit dem Besen hinter uns stehen.» Er schätzt den Mehrwert des grösseren Teams: «Früher wurden Ideen einfach an die Technik herangetragen, und ich stand als Nicht-Techniker zwischen der IT und dem Kunden. Heute machen wir Abklärungen direkt. Giuseppe Brandalise analysiert jeweils das Anliegen und nimmt die richtigen Leute zusammen, das bringt schnelle Resultate.» Diese Effizienz nehmen auch die Kunden wahr: «Ich spüre, dass unsere Kunden gerne zu uns kommen. Auch seitens des Grundbuchinspektorats wurde bekräftigt, dass man die Entlastung durch die VRSG sehr schätzt», so Markus Krucker.

 
Makrus Krucker (links) und Giuseppe Brandalise

«Mir gefällt der Kontakt zu den vielen Personen.»

Hohe Eigenmotivation

Bruno Gröpl ist durch und durch Informatiker: «Die IT hat mich schon immer fasziniert. Den ersten PC habe ich von meinem Taschengeld gekauft und neu programmiert. Diese Faszination, einer Maschine zu sagen, was sie zu tun hat, ist immer noch gross.» Auch in der Teamkommunikation weiss der Entwicklungsleiter für GRAVIS die «Maschinen» gut einzusetzen: «Dank den neuen Medien können wir uns einfach im Team austauschen, egal wo und bei welchem Projekt wir gerade sind. Doch wenn alle zusammen in einem Büro sitzen, geht es natürlich noch schneller und effizienter.» Der Computer ist nicht die einzige Maschine, mit der er in täglichem Kontakt steht. Er fährt von Montag bis Freitag mit dem Fahrrad von Gossau nach St. Gallen und trotzt jeder Witterung. Als zusätzlichen Ausgleich zur Informatik schätzt Bruno Gröpl die Natur: «Der Alpstein ist direkt vor der Haustüre. Ich gehe sehr gerne wandern – und kann dann von den Bergspitzen hinabschauen.»

Der Applikations-Entwickler arbeitet seit 17 Jahren bei der VRSG und ist seit zwei Jahren für die Entwicklung von GRAVIS verantwortlich. «Eigentlich muss ich in erster Linie mich selber führen, denn die Wartung und Pflege der Lösung bedingt nur ein Zweierteam», lacht Bruno Gröpl. Und so arbeitet er auch mehrheitlich selbstständig: «Wenn das Team gut organisiert ist, die wichtigen Themen abspricht und koordiniert, ist das selbstverständlich. Als Informatiker muss man selbstständig arbeiten können. Und schliesslich sind wir alle im Team sehr daran interessiert, dass es klappt und wir effizient und zielorientiert zusammenarbeiten. »

Von Pfyn nach St. Gallen

Applikations-Entwickler Oliver Walser stiess zum Zeitpunkt der Übernahme der N+W Informatik GmbH von seinem damaligen Arbeitgeber zur VRSG – er kannte die N+W Informatik bereits «von Haus aus». «Mein Vater gründete die N+W Informatik, ich arbeitete jedoch nie in der Firma mit. Erst mit der Übernahme hat mich die VRSG angefragt, ob ich zum Unternehmen kommen möchte, und ich bin mit eingestiegen», erzählt Oliver Walser. So schloss sich in gewisser Hinsicht ein Kreis: «Nach der KV-Lehre motivierte mich mein Vater für die Informatik. Er dachte damals bereits, dass ich für diesen Beruf geeignet sei – und er hatte recht. Seit meinem ersten Praktikum bin ich Applikations- Entwickler und möchte nichts anderes mehr machen», erinnert sich der 46-Jährige. Nun betreut er die von seinem Vater entwickelte Lösung TERRIS bei der VRSG weiter und ist für die Entwicklung zuständig.

«Am meisten gefällt mir die Herausforderung, stets neue Lösungsansätze zu suchen. Das ist sehr vielseitig und wird nie langweilig», so Oliver Walser. «Die Arbeit hat sich mit dem Ortswechsel nicht gross verändert, eher die Arbeitsweise. Wir sind nun stärker in die Prozesse und Abläufe eingebunden.» Was sich ebenfalls verändert hat: der Arbeitsweg. Waren es zuerst nur wenige Minuten mit dem Auto von Frauenfeld, wo er mit seiner Familie wohnt, nach Pfyn, ist es nun etwas länger nach St. Gallen. Dafür sind die Kommunikationswege kürzer: «Gerade die Zusammenarbeit und die Kommunikation mit dem Projektleiter und dem Supportteam sind direkter.»

 
Oliver Walser (links) und Bruno Gröpl

VOM PARTNER ZUM TEAM

Im Frühsommer 2014 informierte die VRSG über die Übernahme der N+W Informatik GmbH per 1. Januar 2015. Anschliessend wurde N+W Informatik während zweier Jahre schrittweise in die VRSG integriert. Zuerst arbeitete das Team an beiden Standorten in St. Gallen und Pfyn, seit Anfang 2017 arbeiten nun alle Teammitglieder in St. Gallen. «Die Integration der N+W Informatik GmbH war eine Herausforderung. Aber das lag auf der Hand: In einem Kleinunternehmen funktionieren die Arbeitsweise sowie Kommunikationsund Entscheidungswege ganz anders als bei der VRSG mit rund 330 Mitarbeitenden», erzählt Giuseppe Brandalise, Projektleiter in der Gruppe «Objekte» der VRSG und verantwortlich für die Integration. «Wir waren deshalb auf eine sanfte Überführung bedacht. Das gesamte Know-how mussten wir von zwei Hauptpersonen auf verschiedene Entwickler und Kundenberater verteilen.» Gleichzeitig war es entscheidend, dass die Kunden die grössere Aufgabenverteilung nicht negativ und als «Verkomplizierung» erlebten. 

9’000’000 SEITEN UND 2’000’000 KUVERTS IN 35 TAGEN

Intensive Zeit für die neue Vollfarben-Druckstrasse der VRSG in St. Gallen- Winkeln: Zwischen Weihnachten und Ende Januar galt es, rund 9 Millionen A4-Seiten zu drucken und in über 2 Millionen Kuverts zu verpacken.

Die provisorischen Steuerrechnungen für zwei, die Stimmunterlagen und Steuererklärungen für drei sowie ein zusätzliches Schreiben an 160’000 Liegenschaftsbesitzer für einen Kanton sollten pünktlich und in Farbe in den Haushalten eintreffen. «Diese grossen Aufträge sind dank der hohen Druckgeschwindigkeit der neuen Druckmaschine – auch im Vollfarbendruck – kein Problem. Und dies zusätzlich zu den Alltagsaufträgen mit rund 1’000’000 Blättern und 250’000 Kuverts im Jahr», erklärt Georg Widmer, Leiter Produktion & Kundenservice der VRSG. Das Angebot ist systemunabhängig und steht auch Kunden zur Verfügung, die nicht von anderen Dienstleistungen der VRSG profitieren.